⚡ System-Specs
- Entwickler: TUXPLAYER
- System: CachyOS (Linux)
- Shell: Bash
- Tools: 3 Custom Functions
- Zeitersparnis: ~15-20 min/Tag
- Abhängigkeiten: Null
Mein Linux-Workflow: Drei geniale Bash-Tools, die mein System zur Kommandozentrale machen
Ich habe keine Lust, mich an fremde Workflows anzupassen. Warum auch? Ich bin auf CachyOS unterwegs, ich entwickle, ich produziere Musik, ich nehme Bildschirmaufnahmen auf – und ich brauche ein System, das genau so arbeitet, wie ich es will. Nicht andersherum.
Deshalb habe ich mir drei Bash-Tools in meine .bashrc gebaut, die meinen Workflow auf ein Level heben, das Standard-Software einfach nicht erreicht. Kein Klickgedöns, keine überladenen GUIs – nur pure Effizienz direkt im Terminal.
Lass mich dir zeigen, wie ich arbeite.
1. tbt – Die professionelle Klappe für Screenrecordings
Das Problem
Ich nehme Bildschirmaufnahmen mit Kooha auf. Tutorials, Demos, Projekte. Aber jedes Video braucht eine saubere Einleitung – ein visuelles Branding, das zeigt: „Das ist ein TUXPLAYER-Video.“ Früher musste ich das in der Postproduktion machen oder mir irgendwelche Banner-Tools zusammenklicken.
Die Lösung: tbt
Ein simples Bash-Tool, das ich manuell vor jeder Aufnahme starte. Es ballert mir ein ASCII-Banner ins Terminal, das wie eine Film-Klappe funktioniert. Visuell stark, professionell, und es dauert 0,3 Sekunden.
# In meiner .bashrc tbt() { clear echo "╔═══════════════════════════════════════╗" echo "║ ║" echo "║ TUXPLAYER RECORDING ║" echo "║ Heiko Schäfer @ tuxhs.de ║" echo "║ ║" echo "╚═══════════════════════════════════════╝" echo "" echo "🎬 Aufnahme bereit | $(date '+%d.%m.%Y %H:%M')" echo "" }
So nutze ich es:
$ tbt
Boom. Banner steht. Ich starte Kooha, und das Video hat direkt meinen professionellen Look. Keine externe Software, kein Rendering – nur mein Terminal, das aussieht wie eine verdammte Produktionsstudio-Konsole.
- Null Abhängigkeiten (nur Bash)
- Sofortiges Branding
- Sieht in Aufnahmen extrem clean aus
- Vollständig unter meiner Kontrolle
2. gitsave – Intelligente Code-Sicherung mit einem Befehl
Das Problem
Ich arbeite an Python-Projekten. Ich arbeite an Bash-Skripten. Manchmal code ich in VS Code, manchmal in Nano, wenn ich schnell mal was ändern will. Und jedes Mal dasselbe Theater: git add ., git commit -m „…“, git push. Das nervt.
Außerdem will ich in meinen Commits sofort sehen, was für ein Projekt das ist – ohne in den Code zu schauen.
Die Lösung: gitsave
Eine Bash-Funktion, die automatisch erkennt, ob ich in einem Python- oder Bash-Projekt bin, einen Zeitstempel + Projekt-Emoji in den Commit packt und alles in einem Rutsch zu Git pusht.
# In meiner .bashrc gitsave() { local msg="${1:-Auto-Save}" local timestamp=$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') local emoji="📦" # Erkennung: Python oder Bash? if ls *.py &>/dev/null; then emoji="🐍" msg="$emoji [Python] $msg" elif ls *.sh &>/dev/null; then emoji="🐚" msg="$emoji [Bash] $msg" else msg="$emoji $msg" fi # Git-Workflow git add . git commit -m "$msg | $timestamp" git push echo "✅ Code gesichert: $msg" }
So nutze ich es:
# Schnelle Sicherung $ gitsave # Mit individueller Nachricht $ gitsave "Feature: Audio-Export verbessert"
Output im Terminal:
✅ Code gesichert: 🐍 [Python] Feature: Audio-Export verbessert | 2026-01-30 14:32:18
In meinem Git-Log sehe ich dann:
🐍 [Python] Feature: Audio-Export verbessert | 2026-01-30 14:32:18 🐚 [Bash] Bugfix: Pfadprobleme behoben | 2026-01-29 21:14:05 🐍 [Python] Auto-Save | 2026-01-28 18:22:33
- Projekt-Erkennung: Ich muss nicht mehr nachdenken
- Editor-unabhängig: Egal ob VS Code, Nano oder Vim
- Sofort-Backup: Ein Befehl, drei Git-Schritte
- Visuell perfekt: Emojis machen mein Git-Log lesbar
Das ist 10x schneller als jede IDE-Integration. Und es funktioniert überall.
3. wtf – Mein persönliches Gedächtnis
Das Problem
Ich habe dutzende eigene Aliases und Funktionen in meiner .bashrc. Manchmal arbeite ich wochenlang an Musik-Projekten und berühre kein Code. Dann setze ich mich wieder ans Terminal und denke: „Verdammt, wie hieß der Befehl nochmal?“
Die Lösung: wtf
Ein Alias, der mir sofort alle meine Custom-Befehle auflistet. Mein eigenes Cheat-Sheet, direkt im Terminal.
# In meiner .bashrc alias wtf='echo "🔧 TUXPLAYER Custom Commands:" && echo "" && echo "tbt → Banner für Screenrecordings" && echo "gitsave → Smart Git-Save mit Auto-Erkennung" && echo "wtf → Diese Liste anzeigen" && echo "update → System-Update (CachyOS)" && echo "cleanup → Cache & alte Pakete löschen" && echo ""'
So nutze ich es:
$ wtf
Output:
🔧 TUXPLAYER Custom Commands:
tbt → Banner für Screenrecordings
gitsave → Smart Git-Save mit Auto-Erkennung
wtf → Diese Liste anzeigen
update → System-Update (CachyOS)
cleanup → Cache & alte Pakete löschen
- Instant-Dokumentation: Kein Googeln, kein .bashrc durchsuchen
- Erweiterbar: Neue Befehle? Einfach in wtf eintragen
- Für’s Gehirn: Nach Wochen Pause bin ich sofort wieder drin
Warum dieser Workflow unschlagbar ist
Standard-Lösungen vs. Mein System
| Aufgabe | Standard-Weg | Mein Weg |
|---|---|---|
| Git-Commit | git add . → git commit -m "..." → git push |
gitsave |
| Screenrecording-Intro | Postproduktion oder Banner-Software | tbt |
| Befehle nachschlagen | Google / Notizen / .bashrc öffnen |
wtf |
⚡ Zeit gespart pro Tag: ~15-20 Minuten
💡 Mentale Belastung: Massiv reduziert
🔧 Abhängigkeiten: Null. Nur Bash.
Die Philosophie dahinter
Ich will nicht 50 Tabs in VS Code offen haben. Ich will nicht durch GUIs klicken. Ich will nicht darauf warten, dass ein Tool mein Setup unterstützt.
Ich will ein System, das für mich gebaut ist. Und mit Bash, Linux und ein bisschen Hirn kann ich mir das selbst bauen.
Das ist Hacker-Ehre. Das ist Unabhängigkeit. Das ist mein Workflow.
Für dich zum Mitnehmen
Du willst diese Tools selbst nutzen? Kopier die Funktionen in deine .bashrc:
# .bashrc - TUXPLAYER Edition # 1. Banner-Tool für Screenrecordings tbt() { clear echo "╔═══════════════════════════════════════╗" echo "║ ║" echo "║ TUXPLAYER RECORDING ║" echo "║ Heiko Schäfer @ tuxhs.de ║" echo "║ ║" echo "╚═══════════════════════════════════════╝" echo "" echo "🎬 Aufnahme bereit | $(date '+%d.%m.%Y %H:%M')" echo "" } # 2. Smart Git-Save gitsave() { local msg="${1:-Auto-Save}" local timestamp=$(date '+%Y-%m-%d %H:%M:%S') local emoji="📦" if ls *.py &>/dev/null; then emoji="🐍" msg="$emoji [Python] $msg" elif ls *.sh &>/dev/null; then emoji="🐚" msg="$emoji [Bash] $msg" else msg="$emoji $msg" fi git add . git commit -m "$msg | $timestamp" git push echo "✅ Code gesichert: $msg" } # 3. Command-Cheat-Sheet alias wtf='echo "🔧 TUXPLAYER Custom Commands:" && echo "" && echo "tbt → Banner für Screenrecordings" && echo "gitsave → Smart Git-Save mit Auto-Erkennung" && echo "wtf → Diese Liste anzeigen" && echo ""'
Speichern, Terminal neu laden:
$ source ~/.bashrc
Und dann: Willkommen in der Effizienz.
